Ein Anderssein, das die Normalität in Frage stellt.

Der Begriff „Heyoka“ stammt aus der Sprache der nordamerikanischen Lakota. In der Kultur der Plainsindianer hatten die Heyoka die Aufgabe, die gewohnte Form des Zusammenlebens immer wieder in Frage zu stellen.

Auch „Contraries“ genannt, stellten sie zum Beispiel den Arbeitsrhythmus auf den Kopf, spielten verrückt und brachten eine heilsame Unordnung in den Alltag. Die Bedingung für diese ­wichtige Aufgabe war die grundsätzliche Bereitschaft, anders zu sein als die anderen.

Im HEYOKA-Theater spielen Menschen mit Behinderungen, Menschen mit psychischen Krankheiten, engagierte ­Laienschauspieler und Profis zusammen.

Grundvoraussetzung und ­Potential unserer Arbeit sind gegenseitiger Respekt, ­Akzeptanz und Vertrauen in jeden einzelnen Teilnehmer und das daraus entstehende Ensemble als Ganzes. Auf ­dieser Basis können wir die unterschiedlichsten Begabungen entdecken, zusammenführen und auf die Bühne bringen.

„Wer auch nur eines unserer Projekte gesehen hat, weiß, wie beeindruckend und ­berührend das Zusammenspiel so unterschiedlicher Ensemble-Mitglieder sein kann. Sie alle können sich in ihrer Vielfalt bei der Entwicklung und Aufführung der Stücke gleichberechtigt einbringen. So ist jedes unserer Projekte ein Beispiel für praktizierte Inklusion. Das macht das HEYOKA-Theater aus.“

Thomas Greulich, Gründungs-Vorsitzender

4.48 Psychose

Dieses Stück ist riskanter für uns als andere.

Nicht weil es bereits auf großen Bühnen gespielt wurde.

Nicht weil der Text eine Herausforderung für uns ist (und das IST er!),

sondern weil die Art wie wir Theater verstehen vom eigenen Erleben ausgeht.


Lange haben wir davon geträumt, hier ist es nun:

das erste HEYOKA-Buch!